Gurkenwelke vorbeugen und bekämpfen – so geht´s

Gurkenwelke Ratgeber

Eine der weit verbreiteten Krankheiten an den auch in den hiesigen Gärten beliebten Gurkenpflanzen ist die Gurkenwelke. Wenn die Gurkenpflanze verwelkt und ihre Blätter hängen lässt, dann kann dies verschiedene Gründe haben. Wichtig ist, in einem solchen Fall immer sofort zu handeln, da an ansonsten die ganze Pflanze Schaden nimmt und nicht mehr zu retten ist. Der folgende Artikel zeigt auf, was hinter den Gurkenkrankheiten stecken könnte.

Gurkenwelke – Definition

Nicht nur Schädlinge sondern auch eine ganz bestimmte Krankheiten bei Gurken macht den Pflanzen häufig zu schaffen. Hierbei handelt es sich um die Gurkenwelke. Erkannt werden können die Gurkenkrankheiten an schlaffen Blättern und Trieben, die Gurkenpflanze verwelkt. Wird hiergegen nicht vorgegangen, geht die gesamte Pflanze mit der Zeit ein. Hierbei kann es sich um einen Pflegefehler handeln, durch den die Gurkenwelke verursacht wurde oder aber um Krankheiten bei Gurken, wie einem Pilzbefall.

Pflegefehler bei der Gurkenwelke durch die Blätter erkennen

Gurken vertragen kein kaltes Wasser. Gerade wenn das Wasser aus der Regentonne oder dem eigenen Brunnen gewonnen wird, um die Gurken zu gießen, kann dieses zu kalt sein. Denn die Gurkenwelke kann durch einen zu kalten Boden ausgelöst werden, den das kalte Wasser verursacht. Ist der Boden den Pflanzen zu kalt, nehmen sie das Wasser nicht auf und verwelken. Gerade an heißen Tagen, in denen die Gurkenpflanzen eigentlich viel Wasser benötigen, kann das kalte Wasser dazu führen, dass dieses nicht genügend aufgenommen wird, die Gurkenpflanzen verwelkt. Von dieser schnellen Gurkenwelke an den Pflanzen aufgrund kaltem Wasser kann sie sich in der Regel nicht mehr erholen. Denn meist ist es ja auch so, dass, aufgrund der Gurkenwelke durch die Blätter nochmals kräftig mit kaltem Wasser nachgegossen wird, was der Pflanze in diesem Moment nicht hilft. Besser ist es in einem solchen Fall, das Wasser leicht zu erwärmen und die Gurken zu gießen, um die Gurkenwelke zu bekämpfen.

Die Gurkenwelke setzt aber auch dann ein und die Gurkenpflanze verwelkt, wenn die Pflanze zu wenig Wasser erhält. Auch in einem solchen Fall wird gerade an heißen Tage nicht genügend Wasser aufgenommen und die Gurkenwelke setzt ein.

Ein Pilzbefall kann Ursache der Gurkenwelke an den Pflanzen sein

Wurde die Gurke jedoch ausreichend mit wärmeren Wasser gewässert und kommt es trotz allem zu einer Gurkenwelke bei der die Blätter betroffen sind, dann kann hier auch ein Pilz der Verursacher sein. Hierbei spricht man dann von der Fusarium-Welke, die den Namen von dem Pilz der Gattung Fusarium hat. Da die Pilze im Boden sitzen, kann es immer zu einer solchen Gurkenwelke an den Pflanzen kommen. Denn die schädlichen Pilze dringen mit dem aufgenommen Gießwasser über die Wurzeln in die Pflanze und verstopfen die Leitungsbahnen. So wird der Wassertransport blockiert, das Wasser kann nicht mehr über die Wurzeln bis in die Stängel und Blätter gelangen und es kommt auch hier binnen kurzer Zeit zur Gurkenwelke.

So kann man die Gurkenwelke erkennen

Um die Gurkenwelke zu erkennen, wird kein Fachmann benötigt. Sobald die Blätter der Gurkenpflanze schlapp werden, sollte sofort gehandelt werden. Dies geschieht meist von ein auf den anderen Tag. Handelt es sich um eine sehr heiße Periode kann es als erstes an zu wenig Wasser liegen. Richten sich die Blätter jedoch nach der schnellen Wassergabe nicht wieder auf, wird die Gurkenwelke Ursache eine andere sein.

Einen Pilz erkennt man bei den Gurkenpflanzen nur sehr schlecht, da dieser von unten in die Wasserleitungsbahnen der Pflanze eindringt, aber keine Flecken auf den Blättern oder Stängeln zu sehen sind. Kann jedoch ausgeschlossen werden, dass weder das Wasser zu kalt war noch zu wenig gegossen wurde, dann ist der Pilz mit Sicherheit für die Gurkenwelke verantwortlich.

Um die Ursache für die Gurkenwelke erkennen zu können, kann mit einem einfachen Schnitt den Pilzen auf den Grund gegangen werden. Hierzu wird ein welker Trieb an der Basis durchgeschnitten. Die Pilze können hier an den braunen Verfärbungen erkannt werden. Leider muss die Pflanze dann insgesamt entsorgt werden.

Wer die Gurkenpflanzen genau beobachtet, kann auch rosafarbene Flaumflecken direkt am Ansatz der Stängel erkennen.

Die Gurkenwelke bekämpfen

Wurde die Gurkenwelke erkannt, kann sie im manchen Fällen noch bekämpft werden. Ist eine Pflanze jedoch bereits von einem Pilz befallen, sollte diese entsorgt werden, damit der Pilz nicht auf die umstehenden Pflanzen übergreifen kann. Wichtig hierbei ist, die Pflanze auf keinen Fall auf den Kompost zu geben, da sich sonst die überlebenden Pilzsporen im gesamten Garten verbreiten könnten. Auch in den Biomüll sollte die befallene Gurkenpflanze nicht gegeben werden sondern gut verschlossen in den Restemüll.

Es ist wichtig, bei einem Pilzbefall auch den Boden großflächig abzutragen und hier neue Erde aufzufüllen um die Gurkenwelke zu bekämpfen. Damit von vorneherein ausgeschlossen werden kann, dass die Pflanzen mit pilzbelasteter Erde in Berührung kommen, können diese auch in Kästen mit Pflanzerde kultiviert werden.

Der Gurkenwelke vorbeugen

Um der Gurkenwelke vorbeugen zu können, ist die richtige Pflege sowie der passende Standort besonders wichtig. Denn ist eine Pflanze gut gepflegt, ist sie gesünder und stärker und somit resistenter gegen Einflüsse von außen. Vor allem gilt hier auch, neben dem richtigen Gießen mit erwärmtem Wasser, nicht zu viel düngen, denn weniger ist oftmals mehr. So ist ein organischer Dünger, der keinen hohen Salzgehalt aufweist, gesünder für die Gurkenpflanzen, die bei einem hohen Salzgehalt im Dünger ebenfalls an der Gurkenwelke erkranken könnten. Ebenfalls kann darauf geachtet werden, gezüchtete Gurkenpflanzen aus dem Handel zu kultivieren. Diese sind meist so gezüchtet, dass sie resistent gegen die Pilze im Boden sind. Selbst gezüchtete Gurken hingegen verlieren mit der Zeit diese Resistenz.

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