Schädlinge und Krankheiten an Gurken Ratgeber

Schädlinge und Krankheiten an Gurken

Neben Tomaten sind Gurken des Gärtners liebstes Stück. Fast kann man beim Wachsen zuschauen, doch dann plötzlich erscheinen weiße Flecken auf den Blättern: Mehltau bei Gurken machen dem Hobbygärtner das Leben schwer. Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie Schädlinge und Krankheiten an Gurken in Schach gehalten werden können. Auch Schädlinge bei Gurken sind gefürchtet. Schon deshalb ist es wichtig, Gurkenkrankheiten frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln.

Im Grunde genommen ist es kinderleicht, Gurken anzubauen. Sie sind recht anspruchslos und wachsen schnell. Doch sobald Schädlinge und Krankheiten an Gurken auftauchen, sind Pflanzen und Früchte in Gefahr. Denn bei Gurkenkrankheiten können die Pflanzen absterben und dem Gärtner die Laune verderben. Auch Gurkenschädlinge wie die Spinnmilbe sind gefürchtet. Solche Gurkenschädlinge aber auch echter Mehltau an Gurken können mit Schachtelhalmbrühe oder Knoblauchtee behandelt werden.

Krankheiten bei Gurken können die Ernte zerstören

Echter Mehltau an Gurken tritt in den Sommermonaten auf, besonders im Juli. Es handelt sich um einen Pilz, der die Pflanzen befällt und sich leicht ausbreitet. Er tritt vor allem in heißen Trockenphasen auf, weshalb echter Mehltau bei Gurken und Zucchini auch Schönwetterpilz genannt wird. Fast über Nacht legt sich ein weißer Belag auf die Blätter, der aussieht wie Mehl, sich aber leider nicht abwischen lässt. Ohne Maßnahmen können auch die Blattunterseiten sowie bereits vorhandene Gurken betroffen sein. Wird es feucht und regnerisch, zieht er sich wieder zurück. Übrigens tritt Mehltau an Gurken nicht nur im Freiland auf. Mehltau an Gurken im Gewächshaus ist leider auch keine Seltenheit.
Im Gegensatz zu echtem Mehltaus liebt falscher Mehltau bei Gurken die Feuchtigkeit. Falscher und echter Mehltau bei Gurken kann dazu führen, dass die Pflanzen vollständig absterben. Deshalb besprechen wir im nächsten Abschnitt, wie Mehltau an Gurken mit Hausmitteln zu bekämpfen ist.

Mehltau an Gurken bekämpfen

Krankheiten bei Gurken mit einem Brennnesselauszug bekämpfen

Die gute Nachricht zuerst: Der Gärtner steht dem Mehltau an Gurken nicht hilflos gegenüber. Denn sobald er auftritt, ist es möglich, den Mehltau an Gurken mit Hausmitteln zu bekämpfen. Die einfachste Variante wäre eine Brennnesseljauche im Verhältnis von 1:10 anzulegen und die Pflanzen damit zu besprühen. Alternativ können die Pflanzen auch regelmäßig mit dem Brennnesselauszug gegossen werden. Die Jauche schützt nicht, sie gilt auch als Variante, Mehltau an Gurken biologisch zu bekämpfen und wirkt gleichzeitig auch als effektiver Dünger.

Mehltau an Gurken bekämpfen: Schachtelhalmbrühe ansetzen

Eine weitere Möglichkeit, die hässlichen Gurkenschädlinge loszuwerden ist die Schachtelhalmbrühe. Diese traditionellen Methoden haben sich über Generationen hinweg bewährt und sind leicht herzustellen. Geeignet ist sie, wenn echter oder falscher Mehltau bei Gurken auftritt. Für eine Schachtelhalmbrühe wird ca. ein Kilogramm Schachtelhalm benötigt, der grob zerkleinert und mit zehn Liter Wasser vermischt wird. Die angesetzte Brühe muss ca. 24 Stunden stehen, bevor sie ca. 30 Minuten gekocht wird. Anschließend das Ganz abseihen und im Verhältnis von 1:5 in eine Sprühflasche geben und die Blätter und Gurken besprühen. Diese Anwendung sollte über zwei Wochen hinweg erfolgen.

Mehltau an Gurken im Gewächshaus bekämpfen: Knoblauchtee

Weitere Methoden, Mehltau an Gurken biologisch zu bekämpfen, ist der Knoblauchtee, eine Magermilch-Brühe oder ein Sachalin-Staudenknöterich-Aufguss. Der Knoblauchtee ist leicht herzustellen, weil in jeder Küche Knoblauchzehen zu finden sind. Dabei werden fünf Knoblauchzehen zerkleinert und mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Anschließend abkühlen lassen und die Blätter täglich mit einer Sprühflasche besprühen. Mit solchen einfachen Methoden können Schädlinge und Krankheiten an Gurken, aber auch Kürbis- oder Zucchini geschützt werden. Wichtig ist im Gewächshaus auch, ständig für einen guten Luftaustausch zu sorgen. Eine einfache wie wirksame Methode, wenn man Mehltau an Gurken vorbeugen möchte.

Mehltau an Gurken chemisch bekämpfen

Da die natürlichen Hausmittel im Grunde sehr gut gegen Schädlinge und Krankheiten an Gurken helfen, sollten sie eigentlich ausreichen. Dennoch bietet der Markt Produkte, um Mehltau an Gurken chemisch zu bekämpfen. Dabei handelt es sich um Konzentrate, die verdünnt werden oder fertige Sprühmischungen. Alle Mittel sollten bienenverträglich sein. Neudorff bietet Netz-Schwefelit(R) an, ein Spritzpulver, das zum Einsatz kommt, wenn sich echter Mehltau bei Gurken festgesetzt hat. Compo Ortiva Universal Pilzfrei ist ein weiteres Mittel von Compo, mit dem man Mehltau an Gurken chemisch bekämpfen kann. Hier kommt der Wirkstoff Azoxystrobin zum Einsatz, dessen Anwendungsbereich echter und falscher Mehltau bei Gurken ist.

Mehltau an Gurken vorbeugen: Widerstandsfähige Sorten oder Mehltau resistente Sorten auswählen

Es gibt gute Möglichkeiten, Gurkenkrankheiten zu verhindern. An erster Stelle wäre ein optimaler Standort zu nennen. Ideal ist ein halbschattiger Platz, denn nur Sonne und Hitze fördern die Entwicklung von Mehltau bei Gurken, aber auch ein schattiger Platz kann mit zu hoher Luftfeuchtigkeit zu Krankheiten bei Gurken führen. Auch die Auswahl der Gurkensorten bestimmt die Anfälligkeit. Deshalb bietet es sich an, widerstandsfähige Sorten anzubauen, damit sich Mehltau an Gurken erst gar nicht bilden kann. Darüber hinaus bietet der Markt Mehltau resistente Sorten an. Alternativ spielt natürlich auch die Auswahl eine Rolle. Widerstandsfähige Sorten bzw. Mehltau resistente Sorten sind zum Beispiel die Burpless Taste Green mit 25 bis 30 cm langen Früchten oder die Adrian mit kleineren Früchten von etwa 15 cm Länge. Bei beiden handelt es sich um F1 Sorten.

Empfehlenswert ist sicherlich, widerstandsfähige Sorten aber auch Mehltau resistente Sorten auszuwählen, um Mehltau an Gurken im Gewächshaus zu verhindern. Da sich die Gurkenkrankheiten gerade hier schnell verbreiten und auf andere Pflanzen übertragen werden, steht die Vorbeugung vor Krankheiten bei Gurken immer an erster Stelle.

Schädlinge bei Gurken entdecken und bekämpfen

Schädlinge bei Gurken kommen ebenfalls häufig vor. Schon im Frühsommer setzen sich Blattläuse auf die Pflanzen und ernähren sich an den Knospen und Blättern. Das Resultat ist ein minderer Wuchs und dem Risiko, Rußtau auf den Pflanzen zu finden. Gegen diese Schädlinge bei Gurken helfen natürliche Feinde wie Schwebfliegen oder Marienkäferlarven. Der Hobbygärtner sollte deshalb weitestgehend mit der Natur arbeiten, um Schädlinge und Krankheiten an Gurken zu verhindern.

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