Thripse bei Gurken erfolgreich bekämpfen

Thripse bei Gurken kommen gerade bei selbstgezüchtete Gemüse relativ häufig vor. Umso wichtiger ist es für Anfänger, die Krankheit auf Anhieb zu erkennen und bekämpfen zu können. Doch Thripse an Gurken zu bekämpfen, ist nicht so einfach, wie sich das der eine oder andere Hobbygärtner erhofft. Mit den folgenden Tipps gelingt es hoffentlich!

Thripse sofort erkennen

Wie immer ist es wichtig, dass die Schädlinge als solche erkannt werden, um alles Weitere in die Wege zu leiten. Das klappt nur, wenn Gurkenzüchter die ersten Anzeichen bemerken. Die unerwünschten Insekten blasen in vielen Fällen ihre Glieder auf, um mehr Halt am Blatt zu finden. In diesem Stadium sind sie recht einfach mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sie sind braun, nur wenige Millimeter groß und halten sich meistens in Gruppen auf der Unterseite des Blattes auf.

Die meisten Thripse haben Flügel und können sich daher problemlos im ganzen Gewächshaus oder draußen im Beet ausbreiten. Sogar die Larven sind bei genauerem Hinsehen zu erkennen. Auch diese befinden sich auf der Unterseite des Blattes und erinnern auf den ersten Blick an einen weißen Belag. Thripse bei Gurken erkennen Gärtner außerdem an kleinen, braunen Krümeln. Hier handelt es sich um den Kot der Schädlinge, den sie direkt an der Pflanze ablegen.

Thripse vorbeugen leicht gemacht

Thripse werden besonders bei trockenem sowie warmem Wetter zu einem Problem. Gegen diese Bedingungen kann man nichts tun; allerdings ist es wichtig, dass Gärtner der Thripse vorbeugen, indem sie um die Gefahr speziell im Sommer wissen. Besonders häufig sieht man die kleinen krabbelnden Insekten im Bereich der Blattunterseite. Wer diese Stellen in regelmäßigen Zeitabständen mit Wasser besprüht, der kann Thripse vorbeugen. Die Schädlinge mögen Feuchtigkeit nicht und halten sich im besten Fall von den feuchten Pflanzenteilen fern.

Um trockener Luft in Gewächshaus vorzubeugen, muss nicht nur regelmäßig gegossen werden. Auch offene Behälter mit frischen Regenwasser helfen gegen Thripse bei Gurken. Diese Behälter sorgen dafür, dass Wasser kontinuierlich verdampft und die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus entsprechend hoch bleibt – und dass trotz Sonne und Hitze außerhalb. Auch wenn es verlockend ist, den Boden den ganzen Tag über nass zu halten, um der Thripse vorbeugen zu können – Staunässe muss trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden.

Es gibt auch ein Hausmittel, damit die Thripse bei Gurken gar nicht erst auftritt. Das sogenannte Neem-Öl wird aus einem indischen Baum mit dem gleichen Namen gewonnen. Thripse mögen die enthaltenen Stoffe gar nicht und suchen das Weite. Zudem bleiben die Tiere an dem Öl hängen. Thripse bei Gurken kann daher vermieden werden, wenn die Unterseite der Blätter vorsichtig mit dem Öl abgetupft wird. Besonders die jungen Triebe sollten regelmäßig behandelt werden.

Thripse an Gurken loswerden mit diesen Schritten

Gärtner sind der Thripse bei Gurken keineswegs ausgeliefert. Stattdessen können Betroffene aktiv etwas gehen die Schädlinge tun. Eine Leimfalle aufzuhängen, bietet sich hier als Option an. Die Umwelt wird nicht geschädigt und es kommen keine giftigen Mittel zum Einsatz. Die Thripse bei Gurken werden von den Leimfallen oder den Gelbtafeln magisch angezogen. Das Prinzip funktioniert wie das einer klebenden Fliegenfalle: Gärtner schaffen es, die Thripse an Gurken zu bekämpfen, weil die Thripse an den Oberflächen hängenbleiben. Sind die Klebeblätter voll, müssen sie ausgetauscht werden.

Die zweite Möglichkeit, um Thripse bei Gurken zu bekämpfen, ist ebenfalls nicht kompliziert. Wer die Thripse loswerden möchte, kann frischen Sud aus Brennnesseln zubereiten. Anschließend wird der Sud mehrmals am Tag direkt über die Blätter der Pflanzen gegossen. Es bietet sich an, eine kleine Gießkanne zu verwenden, um nicht zu viel zu verschütten.

Alternativ kommt ein Sud aus Knoblauch in Betracht. Die Zubereitung ist sehr simpel. Alle Zutaten wie Zwiebeln, Brennnesseln oder Knoblauch werden über Nacht bei normaler Zimmertemperatur ins Wasser gegeben. Direkt am nächsten Morgen kann der Sud verwendet werden. Auf ein halbes Kilogramm Brennnesseln kommen zwei Liter Wasser.

Nützlinge gegen Thripse: Effektiv und schonend

Wer Thripse an Gurken bekämpfen möchte, kann zu Insekten greifen. Was im ersten Moment seltsam klingt, ergibt auf den zweiten Blick Sinn. Die passenden Nützlinge machen Jagd auf Thrispe, fressen diese auf und verschwinden anschließend wieder von alleine. In diesem Sinne macht sich der Mensch die der Natur zu Nutzen, um die Thripse bei Gurken auf ökologische Weise loszuwerden. Darunter leidet weder die Umwelt, noch die Pflanze selbst.

Als Nützlinge gegen die Thripse kommen unter anderem die Raubmilbe und die Schlupfwespe in Betracht. Auch Nematoden haben sich als hilfreich gegen Thripse erwiesen. Wer sich diese Art der Nützlinge anschaffen möchte, findet im Internet zahlreiche Shops, in denen die Nützlinge verkauft werden. Im Freien ist der Einsatz der Nützlinge schwieriger als in einem Gewächshaus. Der Grund liegt auf der Hand: Die Nützlinge befinden sich in einem Gewächshaus in einem geschlossenen Raum und suchen sich ihr Fressen in Form der Thripse ganz von alleine. Draußen besteht die Gefahr, dass die Nützlinge das Weite suchen, bevor die Nützlinge gegen Thripse ihren Zweck erfüllt haben.

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